Judaica

Warschau war vor dem Kriege der Ort, an dem die größte jüdische Bevölkerung in Europa lebte. Juden machten 30% der Einwohner Warschaus aus und verliehen der Stadt ihr einzigartiges Kolorit – sie errichteten Synagogen, Schulen und Krankenhäuser, waren Eigentümer von Handwerksbetrieben, Fabriken und Banken, Freiberufler und Künstler. Obwohl die nationalsozialistische Vernichtung der Juden das Ende der jüdischen Gemeinschaft in Polen bedeutete, treffen Sie in Warschau auf Spuren ihrer jahrhundertealten Anwesenheit und können sich davon überzeugen, wie sie die Entwicklung der Stadt beeinflusste.

Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN
ul. Anielewicza 6
www.polin.pl
Dieses Museum ist der Ort, der die Erinnerung an die reiche tausendjährige Geschichte zweier Völker, des polnischen und des jüdischen, wiederbelebt. Dank der interaktiven Ausstellung kann der Besucher eine außergewöhnliche Reise durch Jahrhunderte unternehmen, durch die Gassen eines jüdischen Städtchens der Vorkriegszeit spazieren und entdecken, wie die polnische und die jüdische Kultur einander beeinflussten. Die Architektur des Museumsgebäudes fasziniert und wurde zur Visitenkarte des modernen Warschau.

Jüdische Friedhof
ul. Okopowa 49/51
warszawa.jewish.org.pl
Der jüdische Friedhof ist eine der wenigen jüdischen Nekropolen, die in Polen noch in Betrieb ist. Neben traditionellen Mazewas sind dort wunderbare Grabdenkmäler von hohem künstlerischen Wert zu besichtigen. Auf dem Friedhof sind bekannte Persönlichkeiten wie u.a. der Erfinder der Kunstsprache Esperanto, Ludwik Zamenhof, der Pädagoge Janusz Korczak und die Schauspielerin Estera Rachela Kamińska bestattet.

Nożyk-Synagoge
ul. Twarda 6
warszawa.jewish.org.pl
Die Nożyk-Synagoge ist die einzige von mehreren Hundert jüdischen Warschauer Gottes- und Gebetshäusern der Vorkriegszeit, die erhalten geblieben ist. Ihr Name ist mit dem Namen der Stifter verbunden, in deren Auftrag ein namentlich unbekannter Architekt Ende des 19. Jahrhunderts das Gebäude im neuromanischen Stil entwarf. Heute finden dort neben Gottesdiensten auch Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Weg der Erinnerung an das Martyrium und den Kampf der Juden in Warschau
Den Weg der Erinnerung bilden schwarze Steine auf dem Gebiet des ehemaligen Ghettos auf dem Weg vom Denkmal der Helden des Ghettos bis zum Umschlagplatz. Sie erinnern an Menschen, Geschehnisse und Orte, die mit der Zeit der Vernichtung der Juden verbunden sind.

Fragmente der Ghetto-Mauer
Das Ghetto, das die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges errichteten, war von hohen Mauern und Stacheldraht umgeben. Wenn Sie erhalten gebliebene Fragmente der Mauer sehen möchten, sollten Sie sich zur ul. Waliców oder ul. Sienna begeben. An den Stellen, an denen die Ghettogrenze verlief, wurden gusseiserne Gedenkplatten in Trottoirs eingemauert und an 22 ausgewählten Orten Tafeln mit Stadtplänen, Fotos und Informationen in polnischer und englischer Sprache angebracht.

Museum of the History of Polish Jews POLIN, fot. m.st. Warszawa
Jewish Cemetery, Okopowa Street, fot. Piotr Wierzbowski
Nożyk Synagogue, fot. Tomasz Nowak
Plaque on the pavement commemorating the position of the ghetto wall, fot. Warszawska Organizacja Turystyczna

Jüdische Friedhof

Nożyk-Synagoge

Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN

Denkmal der Helden des Ghettos

Umschlagplatz

Fragmente der Ghetto-Mauer

Offizielle Tourismus-Webseite der Stadt Warschau
© Warschauer Büro für Touristik

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