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Jüdische Historische Institut  

Jüdische Historische Institut, fot. Filip Kwiatkowski

Es befindet sich im Gebäude der aus der Vorkriegszeit stammenden Hauptbibliothek der Judaistik. Im Zweiten Weltkrieg trafen sich hier die Verfasser des geheimen Archivs des Warschauer Ghettos, mit Emanuel Ringelblum als dem bekanntesten Mitglied. Das allgemein als Ringelblum-Archiv bezeichnete Verzeichnis ist bis heute eines der wichtigsten Zeugnisse über die Vernichtung der Juden, das von der UNESCO in das „Weltdokumentenerbe” aufgenommen wurde.
Der Name der Hauptausstellung – „Was wir nicht in die Welt hinausschreien konnten” – geht auf die Worte des damals 19-jährigen Mitgliedes der Gruppe Oneg Szabat (hebr. Freude am Sabbat), Dawid Graber, zurück, der diesen Satz in seinem Testament niederschrieb. Dank der Dokumente, Briefe und Filmaufnahmen erfahren Sie etwas über das Schicksal der Ghettobewohner und verstehen die Emotionen, die sie begleiteten – Angst vor dem Tod, der Wunsch, sich an die Lieben zu erinnern, den Wunsch, etwas zurückzulassen. Im Bestand auch eine von zwei Original-Milchkannen, in denen die Dokumente des Archivs in der Erde versteckt wurden. Außerdem erfahren Sie, auf welch wundervolle Weise das Archiv nach Kriegsende entdeckt wurde. Wenn Sie noch nie in einer Synagoge gewesen sind, dann besuchen Sie auch die zweite Ausstellung „Bejt tfila – Haus des Gebets”. Eingerichtet ist diese mit der traditionellen Ausstattung polnischer und deutscher Synagogen, u.a. rituelle Objekte wie z.B. eine Thorarolle oder Alltagsgegenstände, zum Beispiel die Schlüssel zur Synagoge.

ul. Tłomackie 3/5
www.jhi.pl

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