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Und was zu Mittag?

Die traditionell wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Mittagessen, das zu Hause verköstigt wird. Heute aber, insbesondere in den großen Städten wie Warschau, hat das Mittagessen oft die Form des Lunchs, der in der Kantine oder in einem Bistro nahe des Arbeitsplatzes gegessen oder als schneller Imbiss mitgenommen wird. Ungeachtet dessen versuchen viele Familien nach wie vor eine gemeinsame Mahlzeit am Tag zu sich zu nehmen: während der Woche eine Art Diner oder spätes Mittagessen und an Wochenenden und Feiertagen das Mittagessen zur traditionellen Essenszeit.

Obiad niedzielny, fot. Anna Włodarczyk

Das polnische Mittagessen besteht aus zwei Gängen mit einem Dessert als krönendem Abschluss. Zuerst gibt es traditionell eine Suppe, die in der polnischen Küche einen ungemein wichtigen Platz einnimmt. Deren Vielfalt und Arten sind wahrhaft imponierend und heben sich von anderen europäischen Küchen ganz klar ab. Viele dieser Suppen haben Saisoncharakter. Im Frühjahr eine Suppe aus jungen Sauerampferblättern mit hartgekochtem Ei oder Spargelsuppe, im Sommer Chłodnik, eine kalt servierte Suppe aus jungen Rote-Bete-Blättern und Buttermilch oder Kefir oder aber Gemüsesuppe, im Winter dann sättigende Kartoffel-, Pilz- oder Erbsensuppen mit ausgelassenem Speck. Einige dieser Suppen sind so sättigend, dass diese locker als ganze Mahlzeit durchgehen. Zu den beliebtesten jedoch gehören Tomatensuppe (mit Reis oder dünnen Nudeln) und natürlich klare Brühe mit hausgemachten Nudeln. Erwähnenswert sind noch Kuttelsuppe, gewürzt mit

Majoran (die Warschauer Version wird mit Fleischklößchen gereicht) oder Suppen, die auf der Basis von Sauerteigmehl vorbereitet werden; weißer Borschtsch oder saure Mehlsuppe, sog. Żurek.

Der Hauptgang besteht traditionell aus Fleisch (z.B. gebratenes Hähnchen, Frikadellen, Rinderrouladen), Rohkostsalat oder hausgemachte Pickles, gereicht mit gekochten Kartoffeln oder Püree. Seltener kommt auch Fisch auf den Tisch.

Mehlküche

Pierogi, fot. shaiith, Fotolia

Einen wichtigen Platz in der polnischen und somit auch der Warschauer Küche nehmen Mehlspeisen ein. Pfannkuchen, Klöße, Knödel mit Pflaumen, Nockerln oder die berühmten Piroggen – kleine Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch, Sauerkraut, Pilzen, Quark oder Kartoffeln (das sind die sog. russischen Piroggen), oder auch als süße Version mit Früchten der Saison oder süßem Quark. Für Gerichte dieser Art sind bis heute die sog. Milchbars berühmt, eine gastronomische Erfindung aus Zeiten der Polnischen Volksrepublik. Diese Milchbars hatten die Aufgabe, den Berufstätigen in großen Städten eine preisgünstige Mahlzeit zu sichern. Der Name ist damit verbunden, dass der Kern des Speiseplans aus preisgünstigen vegetarischen Gerichten bestand, zubereitet aus Grütze, Milcherzeugnissen und Eiern, Gemüse, Kartoffeln, hinzu kamen Gerichte aus billigeren Fleischsorgen (zumeist Innereien). Und obwohl sich die Zeiten geändert haben, existieren die Milchbars

weiterhin und servieren die gleichen Gerichte wie vor einigen Jahrzehnten auch. Einige von ihnen, wie etwa die Bar Prasowy oder die Bar Gdański, bieten trotz ihrer modernen und interessanten Inneneinrichtung weiter das klassische Milchbar-Menü an: Tomatensuppe mit Reis, Quarkklößchen mit Butter, Semmelbröseln und Zucker oder Kartoffelpuffer, dazu das obligatorische Glas Kompot, ein Fruchtsaftgetränk. Und auch weiterhin erfreuen sich die Milchbars unter den verschiedensten alters- und Berufsgruppen großer Popularität – seien es Geschäftsleute oder Studenten, ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Touristen, die die kulinarische Szene Warschaus kennenlernen möchten.

Mehr:
Śniadanie, fot. monticellllo, Fotolia
Zygmuntówka, fot. Ewelina Majdak
Nocny Market, fot. m.st. Warszawa
Żurek, fot. Anna Włodarczyk

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